Info Über Screening für Kinder
Facharztpraxis Pietsch
Allgemeinmedizin
Naturheilverfahren Hausarzt 29.10.2010
Seehofer Str. 1
85051 Ingolstadt Tel. 08450 223
KV Nr. 64 80509 Fax. 08450 1529
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
seit 3 Jahren führe ich in meiner Praxis Zuchering Schlafapnoescreening auch bei Kindern durch. Die Untersuchung erfolgt ambulant, ein Überweisungsschein mit Zielauftrag genügt. Sie bekommen einen ausführlichen Befund und die Patienten zurück. Die Schlafapnoe der Kinder liegt mir besonders am Herzen. Nach meiner Erfahrung kann man die Eltern mit einer dokumentierten technischen Untersuchung zur ohnehin ausgesprochenen Empfehlung der TE besser motivieren. Ich freue mich auf Ihre Unterstützung und gute Zusammenarbeit.
Mit freundlichen Grüßen
Martina Pietsch
Schlafstörungen bei Kindern
Schlafstörungen bei Kindern sind ein ernstzunehmendes Problem. Internationalen Studien zufolge leiden 21 bis 37 Prozent unserer Kinder unter Schlafstörungen. Die obstruktive Schlafapnoe spielt dabei eine zunehmend größere Rolle: es kommt bei bis zu 2 Prozent der Kinder im Kleinkindesalter vor. Bei der Schlafapnoe kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atemaussetzern. Kinderärzte und Somnologen haben herausgefunden, dass Schnarchen ein Indiz für eine Schlafapnoe bei Kindern ist. Studien zeigen, dass ca. 9,2 Prozent aller Säuglinge und Kinder ständig schnarchen. 4 bis 6jährige Kinder schnarchen häufiger als bis 3jährige Kinder. Jungen schnarchen häufiger als Mädchen. Laut Schätzungen leidet jeder fünfte kindliche Schnarcher unter Schlafapnoe. Schnarchen und damit die Atemstillstände sind meistens durch eine zu starke Erschlaffung der Zungen- oder Gaumenmuskeln oder vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln bedingt. Auf den Atemstillstand folgt ein tiefer Atemzug, der die verengten Atemwege öffnet und als lauter Schnarcher zu hören ist. Die betroffenen Kinder haben durch die angestrengte Atmung einen sehr unruhigen Schlaf oder wachen nachts auf. Das Gefährliche ist: Atemaussetzer mit bis zu 20 Sekunden Dauer machen einen Tiefschlaf unmöglich. Durch die Atemstillstände sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Die Folgen des verkürzten Tiefschlafes und des verminderten Sauerstoffgehaltes sind gravierend.
Die Symptome für eine Schlafapnoe Schnarchen Mundatmung Unruhiger Schlaf Ungewöhnlichen Schlafposition Profuses Schwitzen im Schlaf Morgendliche Mundtrockenheit Verzögerte Sprachentwicklung Untergewicht und Minderwuchs, Übergewicht Tagesschläfrigkeit Appetitlosigkeit Hyperaktivität Aggressivität Konzentrationsschwäche Gedeihstörungen Infektanfälligkeit
Ambulant wird der Schlaf der Kleinen genau untersucht. Dort wird gemessen, wie lang die Atemaussetzer sind, ob die Kinder genügend Sauerstoff bekommen und wie häufig sie nachts aufwachen, Lage, Pulsfrequenz, Sauerstoffsättigung, , Nase-Brust-Bauch-Atmung.
Die Gründe für eine Schlafapnoe bei Kindern sind vielfältig: Übergewicht, häufige Entzündungen im Rachenraum und vergrößerte Mandeln oder Polypen spielen eine Rolle. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die vergrößerten Mandeln oder Polypen nicht die Ursache der Krankheit sind. Bei einigen Kindern verengt beispielsweise ein zu kleiner Kiefer die oberen Atemwege. In diesen Fällen ist die Behandlung mit einer Atemtherapiemaske die
beste und am weitesten verbreitete Methode. Diese Maske ist über einen Schlauch mit einem Atemtherapiegerät verbunden, das den Luftdruck erhöht und die regelmäßige Atmung im Schlaf aufrecht hält. Folgen der obstruktiven Schlafapnoe sind Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen, wie beim Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Eine Abklärung mittels ambulantem Schlafapnoescreening ist daher bei Verdacht empfohlen.

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